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Geschichte der Weiterbildung in Deutschland 

In Deutschland hat die Weiterbildung eine lange Tradition. Ihre Geschichte ist noch nicht im Ganzen erforscht. Die erste bekannte Schule für Erwachsene gab es in Rendsburg von 1842 bis 1849.

 

Zu unterscheiden sind die Arbeiterbildung und die Bildung des Bürgertums.
Die Arbeiterbildung beginnt im 19. Jahrhundert mit der Gründung der Arbeiterbildungsvereine. Dort wurden Arbeiter auf konfessionellem Gebiet, über sozialistische und bürgerlich-liberale Ideen geschult und mit gewerkschaftlichen Aufgaben vertraut gemacht.

 

Das Bürgertum besuchte bereits im 18. Jahrhundert Lese- und Literaturgesellschaften. Sie waren Vorgänger der Volksbildungsvereine, die Ende des 19. Jahrhunderts entstanden. In der Weimarer Republik (1918-1933) standen die politische, soziale und gesellschaftliche Bildung der Arbeiter im Vordergrund.

 

Nach 1945 hatte jeder der beiden deutschen Staaten eine eigenständige Entwicklung auch in puncto Weiterbildung genommen. In der Bundesrepublik galt das Hauptinteresse, demokratische Ideen weiterzugeben und auf wirtschaftlichem Gebiet Deutschlands Standortvorteile zu sichern.
In den Industriegesellschaften des 19. Jahrhunderts kam zum ersten Mal das Wort vom "lebenslangen Lernen" auf. Auch in der DDR gab es ein System der Weiterbildung. Betriebe bildeten ihre Kader aus - Werktätige, die politische oder betriebliche Funktionen ausüben sollten. Da die meisten Funktionäre in leitenden Positionen Mitglied der SED waren, gehörte das wöchentliche Parteilehrjahr zur verpflichtenden Weiterbildung. Von 1949 bis 1963 gab es in der DDR die Arbeiter- und Bauernfakultäten (ABF). Sie führten
vor allem aus der Arbeiterklasse oder aus Landarbeiterfamilien stammende Menschen, die schon Facharbeiterberufe hatten, zum Abitur.
Im heutigen vereinten Deutschland dienen Weiterbildungsmaßnahmen dazu, die Wettbewerbsfähigkeit in einer globalisierten Welt zu erhalten.

 

Es war in jeder Industriegesellschaft notwendig, sich nach einer beruflichen Ausbildung ständig weiterzubilden, um neue Technologien zu beherrschen. Berufliche Weiterbildung, aber auch politische und informelle Weiterbildung gewannen immer mehr an Bedeutung. In Seminaren und Kursen können sich Werktätige weiterbilden lassen, um an ihrem Arbeitsplatz den neuen Leistungsanforderungen durch Modernisierung und Automatisierung gerecht zu werden. Eine weitere Form ist die Qualifizierung für einen neuen Arbeitsplatz mit höheren Anforderungen an den Werktätigen. Kurse und Seminare finden auch in Institutionen außerhalb des Betriebes statt. Dazu gehören auch Weiterbildungen an Volkshochschulen, um eine höhere Qualifikation zu erwerben, einen Computerkurs zu absolvieren oder sich politisch bzw. sozial schulen zu lassen. Entweder durch Delegierung des Arbeitgebers, oft aber auch als selbstorganisiertes Lernen, aus Eigeninteresse.

 

Nach dem II. Weltkrieg entstand der so genannte Zweite Bildungsweg für Menschen, die durch die Kriegshandlungen ihre Schulausbildung nicht abgeschlossen hatten. Es entstanden die Abendhaupt- und Abendrealschulen und die Abendgymnasien oder Studienkollegs. Sie haben auch heute noch ihre Bedeutung für Erwachsene, die nicht mehr schulpflichtig sind, aber ihre Allgemeinbildung verbessern wollen oder mit einem höheren Schulabschluss die Zugangsberechtigung für eine Fach- oder Fachhochschule erwerben wollen. So können soziale Benachteiligungen ausgeglichen werden, Versäumnisse im Bildungs- und Berufsleben aus Eigeninitiative oder durch Delegierung vom Betrieb ausgeglichen werden.

 

In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde das Bildungsfreistellungsgesetz verabschiedet, das jedem Beschäftigten 5 Tage im Kalenderjahr Bildungsurlaub zugesteht. Das wird noch nicht von vielen Werktätigen ausreichend genutzt.

 

Die EU-Verfassung sichert jedem Bürger das Recht auf Bildung zu. Der Zugang zur beruflichen Ausbildung und Weiterbildung ist ein Garant für Chancengleichheit aller Menschen.


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