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Weiterbildung im Ausland

Wie funktioniert Weiterbildung in anderen Ländern? Exemplarisch werden nachfolgend einige Länder vorgestellt:

Dem neuen europäischen Bildungsprogramm "Lebenslanges Lernen" entsprechend kann man sich seit dem 1.1.2007 einen Europass ausstellen lassen, mit welchem man auf einer internationalen Plattform für Arbeit und Weiterbildung bewerben kann. Dieses Bildungsprogramm steht allerdings nicht nur im europäischen, sondern auch im interkontinentalen Blickpunkt des Interesses, weshalb auch über die Grenzen Europas hinaus Studien (z.B. von imove Deutschland) betrieben werden. Um im Ausland tätig sein zu können, sollte man sich zuvor mit den dort herrschenden Gegebenheiten bekannt machen, denn Weiterbildung im Ausland lässt sich oft kaum mit deutschem Standard vergleichen.

 

Weiterbildung in Russland
So liegt zum Beispiel die Qualität russischer Bildungssysteme weit hinter denen anderer Länder / Staaten. Gründe dafür sind u. a. die Unterfinanzierung der Bildungssysteme, was eine schlechte Lehrmittelausstattung und die Abwanderung hochqualifizierter (Schul-) Absolventen zur Folge hat.
Russland leidet an dem Anpassungsdruck anderer Länder.
Die Wirtschaftskrise in den 90er Jahren sorgte jedoch jetzt für neuen Aufschwung in der Marktwirtschaft.
Arbeitslose werden für Weiterbildungsmaßnahmen staatlich gefördert; des Weiteren übernehmen Arbeitgeber die Weiterbildung ihres Personals selbst, wobei hier Kenntnisse und Fähigkeiten, die allein dem Betrieb nutzen, gefördert werden. Einstmals verpflichtende Maßnahmen sollen auch künftig wieder (gesetzmäßig) verpflichtend werden; so sollen Arbeitgeber angehalten werden, ihre Mitarbeiter mindestens alle 5 Jahre weiterzubilden.
Förderungssubjekte (wie Trainingszentren, Akademien oder verschiedene - auch betriebsinterne - Bildungsinstitute) passen ihr Bildungswesen i. d. R. an religiöse, ethnisch-kulturelle, politische oder wirtschaftliche Besonderheiten ihrer Region an; was den Weiterbildungsmarkt an sich ziemlich undurchsichtig werden lässt.
Das Interesse an Weiterbildungsmaßnahmen ist in Russland vergleichsweise gering; nur knapp 1,5 Millionen Bürger nehmen daran teil, was auch an dem eher niedrigen Bildungsstandard liegen mag (zwei Mal so viele Menschen haben maximal die Oberschule erreicht, als eine akademische Ausbildung genossen).

 

Weiterbildung in Japan

Ganz anders gestaltet sich der Weiterbildungsmarkt in Japan:
Bildung hat hier generell oberste Priorität; lernen die Menschen doch von Kindesbeinen an, dass Eigeninitiative und ein stetiger Selbstlernprozess die besten Wegbegleiter für eine gute Zukunft ist!
Japan nennt sich selbst gerne eine "Bildungsgangsgesellschaft", die mit einem hohen Lernstandard aufwartet.
Innerhalb eines Betriebes finden so genannte "Job-Rotations" statt, durch welche die für den Arbeitnehmer beste Position gefunden wird. Japaner lernen flexibel zu sein und sich immer wieder auf neue Gegebenheiten einzulassen. So ist der Drang nach Weiterbildung in diesem Staat nicht verwunderlich.
Obgleich die Qualität der Maßnahmen vergleichsweise hoch ist, gibt es kaum Kurse oder Trainings, die zertifiziert werden. Die meisten Maßnahmen sind sehr firmenspezifisch, was dazu führt, dass ein Arbeitsloser trotz diverser Weiterbildungen kaum Chancen auf eine vergleichbare Arbeit in einer anderen Firma hat.
Jährlich werden um die 200.000 Yen pro Person (das heißt ca. 2 Billionen Yen insgesamt) für Weiterbildungsmaßnahmen ausgegeben, das entspricht in etwa 40 % der Kursgebühren. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Person mindestens 5 Jahre in die Arbeitslosenversicherung, welche die Mittel zur Finanzierung stellt, eingezahlt hat.
Verantwortlich für das allgemeine Bildungssystem ist das japanische Kultusministerium (MEXT); ihm untersteht der Träger der Weiterbildungszentren (EHDO). Bildung wird Japanern quasi in die Wiege gelegt; hierfür opfern sie auch ihre Freizeit. Den höchsten Stellenwert haben in Japan akademische Weiterbildungen, was mit daran liegt, dass in den letzten Jahren die Arbeitslosenquote gestiegen ist und Firmen kaum neue (gering qualifizierte) Mitarbeiter einstellen mögen.

 

Weiterbildung in Nordeuropa
Einen ähnlich hohen Stellenwert hat (Weiter-)Bildung in nordeuropäischen Ländern wie zum Beispiel Irland. Im Schulbildungswesen steht dieses Land laut PISA weit vorne, was mit an dem vom Staat geforderten hohen Qualitätsstandard liegen mag.
Der Nationale Rat für Erwachsenenbildung überwacht und fördert seit 2002 die Qualität und Quantität der Weiterbildungsmaßnahmen in dem Land.
Hier gibt es zahlreiche Weiterbildungswege über staatliche Einrichtungen (z.B. die FÀS) und Universitäten; in erster Linie für Arbeitslose bzw. -suchende.
Anders als z.B. in Japan werden hier auch betriebsinterne Weiterbildungen zertifiziert und staatlich anerkannt.

 

Weiterbildung in Österreich
Unternehmen und Individuen sind gleichermaßen interessiert an der Erweiterung von Kenntnissen und Fähigkeiten. Dabei spielt die Wirtschaft eine starke Rolle als Bildungsanbieter; es besteht eine hohe Effizient an Mitteleinsatz.
Etwa ein Viertel aller Erwerbstätigen bilden sich weiter und werden vom Arbeitgeber gefördert; dabei lässt sich erkennen, dass auch hier der bereits erworbene Bildungsstand der einzelnen Personen eine wichtige Rolle spielt; je höher die Bildung, desto eher wird gelernt. Laut Statistic Austria liegt die höchste Beteiligung an Weiterbildungsmaßnahmen bei Personen zwischen 25 und 35 Jahren; je älter, desto mehr männliche Personen sind darunter.
Kommunen, Interessenvertreter und Gemeinden fördern ihre Bürger indirekt über Steuerfreibeträge oder Bildungsgutscheine bzw. -konten. Insgesamt wird pro Kopf 1 % der Arbeitskosten (aus EU-Mitteln) für Weiterbildungen aufgewandt. Technische und kaufmännisch-wirtschaftliche Kurse stehen dabei an der Spitze der Förderungen.
Bei diesen Kursen, die man neben privaten Bildungswerken auch an VHS und Universitäten belegen kann, handelt es sich i. d. R. um berufsbegleitende, betriebliche Weiterbildungen, die von den Arbeitnehmern teilweise außerhalb der Arbeitszeiten aufgenommen werden.

 

Weiterbildung in Brasilien
Aufgrund hoher, durch instabile Wirtschaftsverhältnisse entstandene, Arbeitslosenzahlen, ist der Wert von Weiterbildungsmaßnahmen deutlich gestiegen. Grund dafür ist die Schaffung oder Sicherung (neuer) Arbeitsplätze. Allerdings lässt sich Weiterbildung hier kaum von Ausbildung trennen, auch gibt es keine Qualitätssicherung und eine hohe Bürokratie, die einer stabilen Weiterbildungsförderung "Steine in den Weg" legt.
Förderungen kommen hier aus öffentlichen Mitteln, für die das Erziehungsministerium (welches mit anderen Ministerium zusammen arbeitet) zuständig ist.
Es gibt hier drei Ebenen der Berufsbildung, die an drei unterschiedlichen Institutionen (der SENAI – für industrielle Fachausbildung, der SENAC – für technische und allgemeine Abendkurse, und der SENAR – für landwirtschaftliche Aus- und Weiterbildung), welche den Arbeitgeberverbänden unterstehen und aus Lohnsummensteuern finanziert werden, Beachtung finden:
Die Grundstufe – für Personen mit geringer Schulbildung oder Personen mit „Nachholbedarf“, die Fachschule für spezialisiertes Personal – bei welchem man mindestens den Nachweis über einen Oberschulabschluss benötigt, und die technologische Stufe – auf welcher man einen Nicht-akademischen Hochschulabschluss erwerben kann.
Weiterbildungen werden auch hier überwiegend betrieblich vorgenommen.

In allen dargestellten Ländern steht die Kompetenzerweiterung der erwerbstätigen Personen im Mittelpunkt des Interesses an Weiterbildungsmaßnahmen.


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